Sonntag, 18. November 2012

Massendefekt im Haus



Mit Erwartungen ist das immer so eine Sache: Sind sie groß, wird man meist enttäuscht und hat man keine, dann kommt’s meist noch viel besser als man es sich vorzustellen vermochte. Naja und deswegen war es ja vielleicht gar nicht so verkehrt, dass gestern sowohl Musiker als auch Crew vor Ort nicht so richtig wussten, wie man die Erwartungsfrage im Vorfeld beantworten konnte. MASSENDEFEKT und BENZIN kamen geradewegs auch Berlin, wo sie am Vorabend den Comet Club rockten. Rein optisch ist unsere beschauliche Kleinstadt so ziemlich das Gegenteil vom brodelnden Leben in der Metropole. Und so war es dann erstaunlich, dass alle Beteiligten zum Ende der Show feststellen mussten, dass Schiebock die Hauptstadt noch toppen konnte. 

Aber beginnen wir am Anfang und lassen somit MALMÖ nicht unerwähnt. Die vier Schweden mit den Rauschebärten legten voller Inbrunst los, spielten viele Coversongs ihrer deutschen Lieblingsband NGFO und konnten sich nach ihrer reichlichen halben Stunde Set der Tatsache gewiss sein, dass sie sich einige neue Fans erspielt haben dürften. Ihr solider Rock'n Roll skandinavischer Prägung kam gut an, und vielleicht gibst ja bald mal ein Wiedersehen mit den Jungs.

MALMÖ ...pic.by: Dicktator

MALMÖ ...pic.by: Dicktator
Ihnen folgten mit großer Lichtshow und viel Popappeal die Jungs von BENZIN aus Ulm. Mit ihren witzigen deutschen Texten hatten sie es etwas leichter als MALMÖ, die Masse zum Mitgehen zu bewegen, und sie verstanden es, ordentlich aufzuheizen für ihre Freunde von MASSEMNDEFEKT. 

BENZIN ...pic.by: Dicktator
BENZIN ...pic.by: Dicktator
Wegen eben jenen war aber der Großteil des Publikums von teilweise weither angereist. Selten habe ich die Frage, wo unsere Toiletten wären und wie man den Weg zur Bühne findet, lieber beantwortet. MASSENDEFEKT haben eine unglaubliche Fanbase, und mit viel Spielfreude dankten sie dieser die Treue, die sie auch nach Bischofswerda führte. Mit famosen Cover-Medleys der steilsten Partyhits der 90er im Punkrockgewand konnten sie zumal auch noch alle erst skeptischen, zufälligen Zaungäste, die mit der Band bis gestern noch nix anfangen konnten, voll in ihren Bann ziehen, oder wie GT500-Gitarrero André so schön sagte: "Die Jungs sind ganz schön Fußball, und Fußball ist geil!". Alles in Allem ein gelungener Abend, den wir gerne nächstes Jahr wiederholen möchten. Vielleicht seid Ihr ja wieder alle am Start und bringt noch ein paar Freunde mit, denn das ist Musik für jeden, der rockige Gitarren zu schätzen weiß.  

MASSENDEFEKT ...pic.by: Dicktator
MASSENDEFEKT ...pic.by: Dicktator
MASSENDEFEKT ...pic.by: Dicktator

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